Du schaffst das, Henry!
1. Du schaffst das, Henry!
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Henry wacht auf. Heute ist sein großer Tag! Um neun Uhr hat er den Termin bei der Chefin. Sie braucht einen neuen Marketing-Direktor. Und sie will den besten. Also ihn. Henry ist ein Gewin-ner. Er kann alles! Sein Lieblingssatz ist: Du schaffst das, Henry!
Er sieht auf die Uhr: kurz vor sieben. Genug Zeit für seinen Morgensport: Joggen durch den Wald hinter seinem Haus. Er muss fit sein. Er will gut aussehen. Besonders heute, für die Chefin .
Hopp! Raus aus dem Bett und rein in sein neues Sport-Outfit: blaues T-Shirt, gelbe Schuhe, schwarze Hose. Schwarze Hose?
Nein, die ist uncool. Lieber die rote Hose. Feuerrot, das passt.
Er sieht aus dem Fenster. Es regnet ein bisschen. Kein Problem.
Und los! Schon läuft er durch den Wald. Schnell, sportlich, cool.
Es regnet immer mehr. Schon ist alles nass. Egal! Du schaffst das, Henry! Er denkt an seine Chefin. Heute Mittag will er sie zum Essen einladen und den neuen Job feiern.
Er läuft immer schneller, aber … was ist das? Uaaaah!
Henry liegt auf dem Bauch, in einer großen Pfütze. Dieser blöde Regen! Er steht auf. Es ist nichts passiert. Er ist nur total nass und schmutzig, von Kopf bis Fuß. Zum Glück sieht ihn niemand!
Jetzt muss er aber sofort zurück. Eine warme Dusche, einen schönen Kaffee, das weiße Hemd und den grauen Anzug. Und dann schnell ins Büro.
Schon steht Henry an der Haustür. Schnell! Es regnet immer noch. Er will den Schlüssel aus der Hosenta.., aber … Moment mal …, wo ist der Schlüssel? Linke Tasche, rechte Tasche, nichts!
Muss er zurück in den Wald? Nein, der Schlüssel liegt nicht in der Pfütze. Der Schlüssel ist… in der schwarzen Hose. Und die ist … im Haus. Oh nein!
* schaffen: etwas können
* fit: sportlich, gesund
* nass: voll Wasser
* die Pfütze: Wasser auf dem Weg
Was jetzt? Ruhig bleiben, eine Lösung finden. Das kann er.
Henry, du schaffst das! Das ist sein Job. Ach ja, der Termin bei der Chefin! Er sieht auf die Uhr … Er hat noch eine Stunde.
Ruhig bleiben, eine Lösung finden. Ist ein Fenster offen? Nein.
Ist da jemand auf der Straße? Auch nicht.
Wer hat einen zweiten Schlüssel? Seine Sekretärin. Er muss Pamela anrufen! Aber … mit welchem Handy? Henry braucht ein Handy. Ganz schnell.
Henry läuft zu seinem Nachbarn links. Klaus. Ein netter Typ, fast ein Freund. Henry hat schon einen Plan B. Warum soll er lange telefonieren? Klaus hat eine Dusche und sicher auch ein paar trockene Klamotten. Klaus leiht ihm hundert Euro und fährt ihn kurz zum Büro. Dort hat Henry ein frisches weißes Hemd und geputzte Schuhe. Alles klar! Henry, du schaffst das!
Ein super Plan. Nur: Klaus öffnet nicht. Klaus ist nicht da.
Dann müssen die neuen Nachbarn rechts helfen. Henry kennt sie noch nicht, sie haben ihn bis jetzt nicht interessiert. Aber jetzt schon, vor allem ihr Handy. Er hört Schritte. Jemand sieht kurz aus dem Fenster. Na also! Aber die Tür geht nicht auf.
Warum nicht?
„Hey, ich bin es! Henry, euer Nachbar!», ruft er. In diesem Moment sieht er sich selbst im Fenster: ein Typ in nassen, schmutzigen Klamotten, morgens um acht. Wer öffnet da die Tür?
Henry steht auf der Straße, im Regen. Was jetzt? Neuer Plan:
Er fährt zur Firma und geht dort durch die Garage direkt in sein Büro. Er braucht nur ein Taxi. Das ist alles. Er läuft bis zur Hauptstraße und wartet. Alle Autofahrer sehen ihn dumm an.
Was glotzt ihr so blöd?, denkt Henry. Ich werde heute Marketing-Chef. Und ihr?
Endlich kommt ein Taxi. Henry hat Glück. Natürlich hat er Glück.
* der Nachbar: er wohnt neben dir
* der Typ: der Mann
* die Klamotten (Pl.): Kleidung
* blöd glotzen: dumm ansehen
Der Fahrer sieht ihn … und fährt weiter. Der Blick des Fahrers ist klar: Du nicht.
«Hey», ruft Henry, „ich bin Manager. Ich habe…» Was nun? Wo ist die Lösung? Da! Die Bushaltestelle. Er fährt nie Bus, aber jetzt passt das wunderbar. Da sitzt schon jemand: ein Mann mit langem Bart und drei vollen Plastiktüten.
Gut, denkt Henry, dann kommt sicher bald ein Bus. Ich frage mal.
Der Typ öffnet die Augen. „Ein Bus? Keine Ahnung. Warum?» „Ich muss schnell ins Büro», ruft Henry nervös. „Ich habe einen wichtigen Termin.»
Der Mann sieht ihn an, von oben bis unten. „Bist du sicher?» Er zeigt auf den Platz neben ihm. „Komm her, wir haben Zeit.
Sprechen wir ein bisschen.»
Komischer Typ, denkt Henry, aber eine kurze Pause tut jetzt wirklich gut. Er sieht auf die Uhr. Du schaffst das noch, Henry!
„Na also», sagt der Mann zufrieden, „ist doch angenehmer so.
Nur kein Stress!»
Der Typ nervt, findet Henry. „Hören Sie mal: Ich bin Manager und habe gleich einen wichtigen Termin. Superwichtig.
Verstehen Sie?»
„Ja, ja, alles klar. Superwichtig, natürlich.» „Na also.» Henry schaut nach links. Wann kommt endlich der blöde Bus?
„Wie heißt du?», fragt der Typ.
„Klotz. Henry Klotz», antwortet Henry. Warum antwortet er eigentlich?
Der Typ nimmt eine Tüte. „Ein Bierchen, Henry?» Moment mal, denkt Henry, ist der verrückt? Er sieht den Mann genauer an, von oben bis unten. Altes T-Shirt, kaputte Hose, schmutzige Schuhe. Drei Tüten. Ach so. Jetzt ist für Henry alles klar.
* der Bart: Haare im Gesicht
* keine Ahnung haben: etwas nicht wissen
* komisch: nicht normal
Also, zum letzten Mal: Okay, ich sehe gerade etwas komisch aus.
Aber das ist nur ein Zufall. Genauer gesagt: Ein Unfall. Zuerst die Pfütze, und dann war die Tür zu. Verstehen Sie? Ich bin nicht wie Sie. Ich bin anders… ganz anders. Ich nehme hier nur den Bus. Das ist alles. Ist das klar?» „Aber ja. Schon gut. Ganz ruhig» Na also, denkt Henry noch einmal. Wo bleibt der Bus?
Der Mann sieht auf Henrys T-Shirt, seine Hose, seine Schuhe.
„Weißt du, das höre ich oft. Das sagen fast alle: ,Ich bin ganz anders und so’. Aber das stimmt nicht. Der Unterschied ist nicht groß. Der Unterschied ist manchmal nur: Tür auf’ oder ‚Tür zu’ Genau wie du sagst.»
Er sieht Henry in die Augen. „Willst du lieber einen Kaffee?» „Einen Kaffee?», fragt Henry. Er versteht nicht.
Der Typ lacht. „Ja, da vorne an der Tankstelle gibt es Kaffee. Der ist gar nicht schlecht.»
„Aber…..»
„Keine Sorge, Henry. Du brauchst kein Geld. Ich lade dich ein.
Komm, wir müssen nur fünf Minuten laufen.» „Fünf Minuten?», fragt Henry leise.
Der Typ steht auf und nimmt seine Tüten. „Komm! Das schaffst du, Henry.»
* der Zufall: nicht geplant
* der Unterschied: was nicht gleich ist
2. Перевіримо ваші знання
1. Was ist passiert? Lesen oder hören Sie die Geschichte. Ordnen Sie die Sätze und ergänzen Sie die Wörter.
a) Uaaaah! Plötzlich liegt Henry ---- einer Pfütze! Номер ----
b) Er steht auf und sieht ---- dem Fenster. Номер ----
c) Der Schlüssel ist weg! Oh nein! ---- neun Uhr muss er ---- der Chefin sein. Номер ----
d) Er ist total nass, ---- Kopf ---- Fuß. Номер ----
e) Henry wacht auf und sieht ---- die Uhr: kurz vor sieben. Номер 1
f) Schon steht er ---- der Haustür. Aber wo ist der Schlüssel? Номер ----
g) Er muss jetzt schnell ---- Hause laufen und duschen. Номер ----
h) Dann joggt er ---- den Wald ---- dem Haus. Номер ----
2. Vor der Pfütze, nach der Pfütze. Verneinen Sie die Sätze mit „nicht» oder „kein-«.
a) Henry ist ein Gewinner. Henry ist kein Gewinner.
b) Henry ist sehr glücklich. Henry ist nicht sehr glücklich.
c) Henry hat einen Termin.
d) Er fährt ins Büro.
e) Er trifft seine Chefin.
f) Die Chefin findet ihn super.
g) Heute ist ein Glückstag!
3. Henrys Outfit: Was passt zusammen? Verbinden und ergänzen Sie.
- Anzug
- T-Shirt
- Schuhe
- Hemd
- Hose
- grau
- gelb
- rot
- blau
- weiß
1. Seine Hose ist rot.
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