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1. Оповідання

In der Nacht ist Schnee gefallen. Es ist halb acht Uhr mor-gens. Haube geht zum Briefkasten und holt die Zeitung, das ‚Friedrichshausener Tageblatt’. Gleich auf der ersten Seite steht in großen Buchstaben:
Wo ist der Mörder von Klaus?
Besorgt geht er ins Haus und zeigt seiner Frau die Zeitung. Gemeinsam lesen sie den Artikel.
Fr. eig. Ber. Nachdem gestern der junge Klaus Biederstett (17) tot am Asylantenheim unserer Stadt aufgefunden wurde — das Friedrichshausener Tageblatt berichtete — gibt es jetzt eine erste Spur. Wie aus Kreisen der Polizei zu erfahren war, ist der achtzehnjährige Kurde Ahmad Samadi, der schon sechs Monate im Heim wohnt, seit gestern Nacht verschwunden.
„Ingrid, ich fürchte, das gibt Ärger. Ich nehme den Wagen und fahre gleich zum Wohnheim. Wenn die Zeitungen weiter so schreiben, wird es nur noch schlimmer.» Gernot packt sich noch einige Scheiben Brot ein und gießt sich Kaffee in eine Thermoskanne. Dann fährt er los.
Eine halbe Stunde später erreicht er das Asylbewerber-wohnheim. Die Straße ist abgesperrt und ein Polizist kommt ans Fenster seines alten Volkswagens.
„Hier können Sie nicht hin.»
„Doch, ich muss ins Heim. Mein Name ist Haube. Ich bin von der Kirchengemeinde. Wir betreuen das Heim.» „So, so, Sie betreuen das Heim. Sie betreuen eine Mörder-bande!» Feindselig stellt sich der Polizist vor das Auto.
„Seien Sie nicht so voreilig mit Ihrem Urteil, Herr Wacht-meister. Lassen Sie mich jetzt durch!» Ärgerlich fährt Haube an dem Polizisten vorbei zum Heim. Dort steht schweigend eine Gruppe Menschen, Mitglieder der Kirchengemeinde, viele junge Leute, Menschen, die sich um die Asylsuchenden kümmern. Das Heim ist eine alte Villa, etwas abseits von Friedrichshausen. Die Stadtverwaltung hat dort vierzig Asylbewerber untergebracht, Frauen, Männer und Kinder.
„Guten Morgen, Gernot.» Eine Frau begrüßt Haube. „Heute Nacht hat es wieder einen Anschlag gegeben. Schau, dort auf der Westseite.» Gemeinsam gehen Haube und Karin Frisch um die Villa. Im ersten Stock sieht er zerbrochene Scheiben. An die Mauer darunter ist mit schwarzer Farbe geschrieben:
Deutschland den Deutschen

„Wahrscheinlich wieder die verhetzten Skinheads», meint Haube wütend und geht zurück zum Eingang. Im Foyer steht ein Tisch. Dahinter sitzen zwei Polizisten mit einem Dolmetscher. Die Heimbewohner werden verhört …
„Glauben Sie im Ernst, Herr Inspektor, dass jemand aus dem Heim den Mord begangen hat?», Haube stellt sich ärgerlich an den Tisch.
„Ich mache hier meine Arbeit, Herr Haube. Und zwar so, wie ich es für richtig halte. Erstens ist die Leiche von Klaus Biederstett keine 100 Meter von der Villa entfernt gefunden worden und zweitens befrage ich die Leute nach dem Ahmad Dingsbums …» Der Inspektor zieht an seiner Zigarette und wendet sich wieder dem Dolmetscher zu.
„Ahmad Samadi heißt der Mann»
*, korrigiert Haube den In-
spektor. „Und die Presse hat ihn ja schon verurteilt. Ich frage mich nur, woher die Zeitung die Informationen hat.
Das ist wohl Ihr Werk …
„Mischen Sie sich nicht in unsere Angelegenheiten, Herr Haube. Warum versteckt sich denn dieser Ahmad? Wenn er unschuldig ist, braucht er sich ja nicht zu verstecken, oder?
Und jetzt lassen Sie mich bitte in Ruhe arbeiten!» „Ach, was …» Haube dreht sich um und geht weg. „Karin, ich muss mal telefonieren. Ich glaube, so kommen wir nicht mehr weiter.» Er blättert in seinem Notizbuch und wählt eine Nummer.
„Detektivbüro Müller, Bea Braun am Apparat…»

2. Перевіримо ваші знання
1. Was wissen Sie jetzt über Ahmad?
Name?
Kommt aus …
Wohnt seit …
Ist seit gestern …
Ist verdächtig …
2. Wie verhalten sich die Polizisten gegenüber Gernot Haube und den Asylbewerben?
