Kapitel 8
1. Оповідання

„Nett von dir, dass du mich anrufst. Liegen schon Ergebnisse von der Obduktion*29 vor?»
„Ja», antwortet Richard. Beide kennen sich schon lange und helfen sich gegenseitig.
„Ich höre», sagt Patrick.
Er nimmt eine Zigarette. Er steckt sie in den Mund. Er sieht auf seinem Schreibtisch das Foto seiner Freundin Constanze. Sie hat ihrem Freund das Rauchen verboten. Einen Augenblick kämpft Patrick mit sich. Dann legt er die Zigarette zurück.
„Kaspar Tizip ist an einer Vergiftung gestorben. Das Gift konnte sowohl in seinem Magen wie auch in dem Cocktailglas nachgewiesen werden. Das Labor untersucht noch, um welches Gift es sich genau handelt. In zwei Tagen wissen wir mehr.»
Patrick bedankt sich für die Informationen.
29 Autopsie
„Was hast du jetzt vor, Richard?»
„Na ja, ich werde wohl mit der Frau des Toten, mit Cassio Caste, Barbara Caste und Timo Beil reden. Ich habe sie für heute Nachmittag vorgeladen*30. Ich halte dich auf dem Laufenden*31. Tschüss.»
Nachmittags, 15.30 Uhr. Im Büro des Kommissars.
„Frau Tizip, ich möchte Ihnen zuerst mein Mitgefühl aussprechen. Haben Sie trotz Ihrer Trauer die Kraft, einige Fragen zu beantworten?»
Frau Tizip weint leise. Ihre Augen sind rot.
„Alle Hinweise sprechen dafür, dass Ihr Mann einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Hatte Ihr Mann Feinde?»
Venus Tizip schüttelt den Kopf.
„Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.»
„Wirklich nicht?»
„Nun ja, die Konkurrenz unter den Künstlern ist groß. Mein Mann ist … war ein international anerkannter Künstler. Ein Mord? Nein. Ich kann Ihnen wirklich nicht weiterhelfen.»
„ War Ihr Mann in der letzten Zeit verändert? Hatte er mit jemandem Streit? Bitte überlegen Sie genau, denn jede Kleinigkeit kann wichtig sein.» Venus Tizip überlegt.
»Jetzt, da Sie von Streit reden, fällt mir was ein. Ich weiß nicht, ob das von Bedeutung ist, vielleicht …»
„Sprechen Sie Frau Tizip. Erzählen Sie mir, was Ihnen aufgefallen ist.»
30 auf das Kommissariat bestellen
31 jemanden gut informieren
„In den letzten Tagen hatte Kaspar öfter Streit mit Timo Beil, seinem Galeristen. Einmal hat Timo meinen Mann angeschrien*32.»
„Haben Sie verstanden, worum es ging?»
»Nicht genau. Es ging wohl um einen Vertrag, Geld … viel Geld. Ja, das habe ich gehört und sie sprachen von Enttäuschung und Verrat.»
Frau Tizip schweigt. Mit einem kleinen Taschentuch wischt sie ihre Tränen ab.
„Frau Tizip, Sie haben mir wirklich sehr geholfen. Vielen Dank noch einmal, dass Sie kommen konnten.»
Der Kommissar begleitet Frau Tizip zur Tür.
Draußen wartet Timo Beil.
„Kommen Sie bitte mit.»
Timo Beil folgt dem Kommissar ins Büro.

32 sehr laut sprechen
