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1. Оповідання
„Der Nächste bitte!»
Müller folgt der Sprechstundenhilfe in das Zimmer. Der Arzt, ein freundlicher, älterer Herr im weißen Mantel, kommt auf ihn zu.
„Na, was fehlt uns denn, junger Mann?»
„Guten Tag, Herr Doktor. Mir fehlt eigentlich nichts. Ich bin aus einem anderen Grund gekommen. Mein Name ist Müller. Ich bin Privatdetektiv.»
Der Arzt schaut jetzt nicht mehr so freundlich. „Und was kann ich für Sie tun?»
„Sie haben doch die Leiche von Klaus Biederstett unter-sucht?», fragt Müller.
„Ach, deswegen kommen Sie? Mein Bericht liegt bei der Polizei. Ich will nichts mit der Sache zu tun haben. Da müssen Sie schon mit der Polizei …» „Entschuldigen Sie», unterbricht ihn Müller, ,ich habe nur eine Frage, die Sie mir doch beantworten können.» Der Arzt blickt Müller skeptisch an. „Und die ist?» „Was war eigentlich die Todesursache?» „Tod durch Erfrieren.»
„Wie bitte? Wieso schreibt die Zeitung dann von Mord?», fragt Müller erstaunt.
„Ich habe der Presse gegenüber keine Erklärungen abge-geben. Mich hat niemand dazu gefragt. Der Junge hatte eine Kopfverletzung. Wie von einem Schlag. Eine Platzwunde.
Aber diese Verletzung war nicht tödlich. Er muss ohnmächtig die ganze Nacht im Schnee gelegen haben und ist erfroren.»
„Wann hat man die Leiche gefunden?» Müller ist immer noch erstaunt.
„Am Montagmorgen.»
„Und was kann die Verletzung verursacht haben?» „Tja, schwer zu sagen. Ein runder Gegenstand oder so.
Haben die Eltern von Klaus Sie beauftragt?», fragt der Arzt.
„Nein, ich arbeite für das Asylheim.» Jetzt schaut der Arzt nervös auf seine Uhr. ,So, Herr Müller, ich muss mich jetzt um meine Patienten kümmern. Und bitte, lassen Sie meinen Namen aus dem Spiel …» „Natürlich, Herr Doktor. Und vielen Dank! Auf Wiedersehen.»
Nachdenklich verlässt Müller die Arztpraxis. Er beschließt, dem ,Friedrichshausener Tageblatt’ einen Besuch abzustatten. Doch dort passiert ihm das Gleiche wie bei einem anschließenden Besuch im Jugendzentrum der Stadt: Die Leute sind abweisend, keiner will mit ihm reden.

